Wie sicher sind Chromebooks von Ransomware?

Mit der jüngsten Zunahme von Ransomware-Angriffen ist die Sicherheit beliebter Betriebssysteme zunehmend zu einem dringenden Problem geworden. Chromebooks sind im Allgemeinen viel sicherer als andere Computer, die unter Windows oder sogar Mac OS ausgeführt werden. Ihre Anzahl ist relativ gering und daher kein primäres Ziel für Angreifer, die die meisten Systeme angreifen möchten. Außerdem hat Google Chrome OS für brillante Sicherheit entwickelt und dies offen als einen der Hauptvorteile von Chrome OS beworben. Wenn Sie jedoch den Entwicklermodus aktiviert haben, um Ihren Computer zu optimieren, oder wenn Chromebooks populär genug werden, um in das Radar von Ransomware-Angreifern einzudringen, wie sicher ist Ihr Chromebook?

Ransomware verschlüsselt den lokalen Speicher auf Ihrem Gerät, um den Zugriff darauf zu verhindern. Chromebooks speichern die meisten ihrer Daten in der Cloud und sind daher relativ sicher vor Verschlüsselungsangriffen. Der lokale Downloads-Ordner könnte theoretisch anfällig für Verschlüsselung sein. Es wird daher empfohlen, eine Sicherungskopie Ihres Download-Ordners zu erstellen oder noch besser alle Ihre Downloads direkt in der Cloud zu speichern.

Google Drive-Dateien werden jedoch auch lokal auf Ihrem Chromebook gespeichert und regelmäßig mit der Cloud synchronisiert. Daher könnte Ransomware die lokal gespeicherten Google Drive-Dateien verschlüsseln, die dann automatisch mit der Cloud synchronisiert werden und die Reichweite der Ransomware auf Ihren Cloud-Speicher erweitern.

Es gibt jedoch keinen Grund, sich darüber Sorgen zu machen. Google Text & Tabellen-Inhalte (einschließlich Text & Tabellen, Präsentationen und Formulare) werden nicht beschädigt. Diese Dateien speichern nur lokal Links zu den Dateien, und der Inhalt ist in der Cloud sicher. Wenn Ransomware Ihre Links verschlüsselt, werden die Links beschädigt, aber die Dateien sind sicher. Wie bei anderen Dateien können Sie mit Google Drive auf frühere Versionen aller von Ihnen hochgeladenen Dateien zugreifen. Wenn Ransomware bestimmte Dateien verschlüsselt, können Sie über diesen Dienst jederzeit auf frühere, unverschlüsselte Dateien zugreifen. Falls Sie sich jemals in dieser Situation befinden, erfahren Sie hier, wie Sie auf frühere Versionen von Dateien in Google Drive zugreifen können.

Dateien von Google Drive abrufen

Gehen Sie zuerst zu drive.google.com. In der oberen rechten Ecke befindet sich eine ‘i’-Schaltfläche, in der das i für Informationen steht. Durch Klicken auf diese Schaltfläche können Sie alle letzten Änderungen an Ihren Dateien in Google Drive verfolgen.

Falls Ransomware jemals auf Ihre Dateien gelangt, sehen Sie unter dieser Seitenleiste, dass bestimmte Dateien manipuliert wurden. Um nun die älteren Versionen Ihrer Dateien abzurufen, wählen Sie eine bestimmte Datei aus, die Sie auf Google Drive abrufen möchten.

Sie werden sehen, dass bei der Auswahl im Abschnitt Aktivität die spezifischen Änderungen angezeigt werden, die an dieser bestimmten Datei vorgenommen wurden. Wenn die Datei mit Ransomware verschlüsselt wurde, können Sie eine ältere, unverschlüsselte Version der Datei herunterladen. Klicken Sie zunächst mit der rechten Maustaste auf die Datei, um das Optionsmenü zu öffnen. Im Optionsmenü sehen Sie “Versionen verwalten”. (Wenn Sie diese Option nicht sehen, bedeutet dies, dass die Datei nur eine Version hat und wahrscheinlich nicht von Ransomware betroffen war.)

Unter “Versionen verwalten” sehen Sie eine Liste aller früheren Versionen der Datei in den letzten 30 Tagen. Sie können alle früheren Versionen herunterladen, die vor Verschlüsselung geschützt sind.

Sie müssen frühere Versionen jeder Datei einzeln herunterladen, da es keine Möglichkeit gibt, sie stapelweise herunterzuladen. Dies ist ein langer, langweiliger Prozess, aber am Ende sind zumindest Ihre Dateien sicher.

Google Drive ist vorerst vor Ransomware geschützt. Es wird jedoch weiterhin nicht empfohlen, verdächtige Dateien kostenlos herunterzuladen oder eine gefährliche E-Mail auf Ihrem Chromebook zu öffnen. Wenn Sie nichts anderes tun, sparen Sie durch Vorsichtsmaßnahmen einige zusätzliche Stunden für das erneute Herunterladen von Dateien. Zum größten Teil sind Chromebooks jedoch (dank Google Drive und geringer Beliebtheit) relativ sicher vor Viren und Ransomware.

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